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DRK Oelde ehrt 30 Blutspenderinnen und Blutspender

Stille Lebensretter: Im Oelder DRK-Haus sind am 27. Februar 30 Blutspenderinnen und Blutspender vom DRK-Ortsverein Oelde ausgezeichnet worden, die bereits 25, 50, 75, 100, 125, 150 und sogar 200 Mal unentgeltlich Blut gespendet haben. Das Bild zeigt die Geehrten für 100 und mehr Blutspenden (v.l.): Norbert Bökamp (100 Blutspenden), Lutz Friedrich (150), Franz Josef Baum (125), Helmut Wimmelbücker (100), Prof. Dr. Karl-Uwe Strothmann, Präsident des DRK-Kreisverbandes Warendorf-Beckum, Thomas Köhler (200), Oeldes DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Dr. Martin Nienhaus, Hermann-Josef Fortströer (125), Stephan Deupmann (100) und Johannes Lauströer (150). Foto: Joachim Polzin
Im Rahmen der Blutspenderehrung ehrten Prof. Dr. Karl-Uwe Strothmann, Präsident des DRK-Kreisverbandes Warendorf-Beckum (links) und Oeldes DRK-Vereinsvorsitzender Dr. Martin Nienhaus (rechts) zwei ganz besondere Mitglieder des DRK-Ortsvereins Oelde. Günther Umlauf (2.v.l.) ist seit 70 Jahren und Erwin Hellweg seit 50 Jahren im DRK Oelde ehrenamtlich tätig. Beide sind auch immer noch aktiv im Arbeitskreis Blutspende. Foto: Joachim Polzin
Prof. Dr. Karl-Uwe Strothmann, Präsident des DRK-Kreisverbandes Warendorf-Beckum (am Rednerpult) und Oeldes DRK-Vereinsvorsitzender Dr. Martin Nienhaus (hinten rechts) ehrten die Blutspenderinnen und Blutspender sowie zwei verdiente aktive Mitglieder des DRK-Ortsvereins Oelde. Foto: Joachim Polzin

Blutspenderinnen und Blutspender sind stille Lebensretter. 30 von ihnen ehrte der DRK-Ortsverein Oelde am 27. Februar im Rahmen einer Feierstunde im DRK-Haus.

Unter dem Motto „Schenke Leben, spende Blut“ machte DRK-Ortsvereins-Vorsitzender Dr. Martin Nienhaus in seinen Begrüßungsworten deutlich, wie wichtig und notwendig regelmäßige Blutspenden in der Krebstherapie oder bei operativen Eingriffen seien. Täglich würden in Deutschland 15.000 Blutspenden benötigt. Blut könne bisher immer noch nicht synthetisch hergestellt werden. Es brauche daher dauerhaft und regelmäßig Blutspenderinnen und Blutspender.

Noch werde, so Dr. Nienhaus, der jährliche Verbrauch von etwa 4 Millionen Vollblutkonserven durch ebenso viele Blutspenden gesichert. Doch seit Jahren sei bundesweit ein Rückgang an Vollblutspenden zu verzeichnen. Auch im DRK-Kreis Warendorf-Beckum seien die Spenderzahlen in den letzten fünf Jahren zurückgegangen. Dies habe viel mit dem demografischen Wandel in der Gesellschaft  zu tun: Die Geburtenzahl an möglichen Blutspendern zwischen 18 und 65 Jahren nähme konstant ab, gleichzeitig gäbe es immer mehr ältere Menschen. Ein besseres Blut-Management in den Kliniken und eine höhere Bereitschaft in der Bevölkerung, Blut zu spenden, würden helfen, diesen negativen Trend aufzuhalten. Und glücklicherweise und entgegen dem bundes- und landesweiten Trend habe die Zahl an Blutspenderinnen und Blutspendern in Oelde leicht auf zuletzt jährlich 2.000 Blutspenden zugenommen.

Umso mehr und auch wegen der positiven Entwicklung in Oelde bedankte sich Dr. Nienhaus ausdrücklich bei den Blutspenderinnen und Blutspendern, die zum Teil schon jahrzehntelang zu den Blutspendeterminen gehen, für ihre selbstlose Hilfe. Mit ihrem unentgeltlichen Engagement zeigten sie Mitgefühl für das Leben anderer.

Sein Dank galt aber auch den aktuell 29 Mitgliedern des Arbeitskreises Blutspende, die jeden Blutspendetermin vor- und nachbereiteten, für einen reibungslosen Ablauf sorgten und die Profis vom Blutspendedienst West tatkräftig unterstützten. Außerdem stellen sie den Spenderinnen und Spendern immer Getränke und einen Imbiss zur Verfügung.

Dr. Nienhaus, Prof. Dr. Karl-Uwe Strothmann, Präsident des DRK-Kreisverbandes Warendorf-Beckum, und stellvertretende Rotkreuzleiterin Melanie Westerbeck übergaben anschließend Ehrenurkunden für 25, 50, 75, 100, 125, 150 und sogar 200 Blutspenden.

Prof. Strothmann ließ es sich auch nicht nehmen, im Rahmen der Veranstaltung zwei besondere Mitglieder des DRK-Ortsvereins Oelde zu ehren. Seit nunmehr 70 Jahren ist Günter Umlauf aktives DRK-Mitglied. Sein Freund Erwin Hellweg ist seit 50 Jahren ehrenamtlich im Ortsverein tätig. In verschiedenen Aufgabenbereichen und Funktionen haben sie sich all die Jahre ehrenamtlich für andere Menschen eingesetzt. Immer noch sind sie im Arbeitskreis Blutspende aktiv: So registriert Günter Umlauf bei Blutspende-terminen die Spender am Computer – und das mit fast 92 Jahren –, und Erwin Hellweg leitet den Arbeitskreis seit nunmehr 14 Jahren souverän.
Unter dem Beifall der Blutspenderinnen und Blutspender übergaben Prof. Strothmann und Dr. Nienhaus den beiden in dankbarer Anerkennung ihrer außergewöhnlichen Leistungen Ehrennadeln- und -urkunden.

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