DRK-Ortsvereinsvorsitzende Melanie Westerbeck machte in ihren Begrüßungsworten deutlich, wie wichtig und notwendig Blutspenden in der Krebstherapie oder bei operativen Eingriffen seien. Daher sei es eine gute Tradition, Menschen zu ehren, die selbstlos regelmäßig Blut spendeten, um in Not geratenen Menschen zu helfen. Am 25. und 26. März wurden 41 der insgesamt 79 Personen geehrt, die bis 2024 und 2025 eine runde Spendenzahl erreicht hatten. Mit Rudolf Vilbusch und Josef Bartnik gab es sogar zwei Männer, die schon 200 mal Blut gespendet haben.
In seinem Gastvortrag unter dem Motto „Schenke Leben, spende Blut“ unterstrich Dr. Martin Nienhaus, ehemaliger Chefarzt der Anästhesie im Oelder Marienhospital und langjähriger Vorsitzender des Oelder DRK-Ortsvereins, die überragende Bedeutung von Blutspenden. Täglich würden in Deutschland 15.000 Blutspenden benötigt. Blut könne bisher immer noch nicht synthetisch hergestellt werden. Es brauche daher dauerhaft und regelmäßig Blutspenderinnen und Blutspender.
Noch werde, so Dr. Nienhaus, der jährliche Verbrauch von etwa 3 Millionen Vollblutkonserven durch ebenso viele Blutspenden gesichert. Doch in den letzten 15 Jahren habe es bei den Blutspenden einen Rückgang von 25 Prozent gegeben und ab 2030 drohten Engpässe. Auch im DRK-Kreis Warendorf-Beckum seien die Spenderzahlen in den letzten Jahren zurückgegangen. Dies habe viel mit dem demografischen Wandel in der Gesellschaft zu tun: Die Geburtenzahl an möglichen Blutspendern zwischen 18 und 65 Jahren nähme konstant ab, gleichzeitig gäbe es immer mehr ältere Menschen. Ein besseres Blut-Management in den Kliniken und verbesserte Medikamente, zum Beispiel in der Krebsbehandlung, würden helfen, diesen negativen Trend aufzuhalten. So werden bereits und könnten künftig noch mehr Blutkonserven in beträchtlicher Höhe eingespart werden. Außerdem dürften die Blutspendedienste nicht nachlassen, für eine höhere Bereitschaft in der Bevölkerung zu werben, regelmäßig Blut zu spenden.
Dr. Martin Nienhaus und Melanie Westerbeck bedankten sich anschließend ausdrücklich bei den Blutspenderinnen und Blutspendern, die zum Teil schon jahrzehntelang zu den Blutspendeterminen gehen, für ihre selbstlose Hilfe. Mit ihrem unentgeltlichen Engagement zeigten sie Mitgefühl für das Leben anderer.
Ihr Dank galt aber auch den 30 ehrenamtlichen Mitgliedern des Arbeitskreises Blutspende des DRK-Ortsvereins Oelde. Sie bereiten die jährlich etwa zwölf Blutspendetermine in Oelde und Lette vor und nach, sorgen für einen reibungslosen Ablauf und unterstützen die Profis vom Blutspendedienst West tatkräftig. Außerdem stellen sie den Spenderinnen und Spendern nach der Blutentnahme immer Getränke und einen Imbiss zur Verfügung.
Vereinsvorsitzende Melanie Westerbeck und ihr Stellvertreter Ingo Baum übergaben anschließend Ehrenurkunden und Anerkennungsgeschenke für 25, 50, 75, 100, 125 und sogar 200 Blutspenden.

